Patt - Wünsche und Erfüllung |
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| Das Buch print:
ISBN 978-3-95720-392-2
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| die Person Pat | ||
Pat und ihre Geschichte ist in Regina Rinakus Werk nicht neu. Sie ist eine der drei Frauen 'Im Wandel'. Mit ihrem Goldregen-Sternensegen beginnt Regina Rinakus vorwiegend dialoggetriebene Erstpublikation. Mit Sus nimmermüden Versuchen, Pat das zugefallene Geld zu entlocken und zu verprassen. Pat ist gegenüber Sus Abenteuerlust unerklärlich verschlossen. Im Beat San tritt Pat wieder auf. Sie ist es, die dem entlassenen Bankdirektor Beat den Titel San verleiht. Die Zikaden-Flunkereien im Klostergarten am Emei Shan bilden für den immer noch mit sich Kämpfenden ein Wendepunkt in seiner Suche nach innerer Ruhe nach dem gewaltsamen Abbau des mittleren Kaders im Zürcher Bankenmilieu. Pat ist am Emei Shan eine flunkereienanstossende, verspielte Gesprächspartnerin, doch umgibt sie auch ein Hauch von Geheimnis, lauert ganz nahe ihrer Oberfläche, beinahe greifbar Trauer, Glück, Unruhe. Beat geht diesem Seelenmix nicht nach, weil ihm sein eigenes Drama nähersteht. Sie selber aber kann ihm natürlich nicht ausweichen. Das vorliegende Buch taucht in ihr Drama ein. Jetzt mal ganz privat: Was würden SIE tun, wenn Sie von einer Fee nach drei Wünschen gefragt würden, wenn diese Fee erst nach deren Aussprache Bedingungen nennt und sich dann herausstellt, dass sie gar nicht Wünsche erfüllen kann? | ||
| Feedback | ||
Ein spannender Roman voller engagierter Menschen und einzigartigen, aufschlussreichen interkulturellen Beobachtungen. U.Imoberdorf, Januar 2025 | ||
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Eine ungewohnte Erzählung in meisterhaftem Stil. Ch.Tuor, Oktober 2024 | ||
Raus aus dem Patt! - Nomen est Omen mit einer aussergewöhnliche Heldin. Pat ist glücklich und bekommt unerwartet einen Geldsegen mit Bedingungen. Wie geht sie damit um? Was simpel tönt, wird von Regina Rinaku auf eine vielschichtige Weise angepackt und erzählt. Dabei lernen wir die USA und China von ganz neuen Seiten kennen und begleiten vor allem eine Heldin, die witzig, intelligent und achtsam ist. Ein Lesevergnügen mit Protagonisten, die nicht immer den vorgetretenen Wegen folgen, wilden Freundschaften, aussergewöhnlichen Kinderwünschen und Einblick ins Finanzwesen. Ein Buch, das seinen Fokus auf andere Dinge legt, als wir uns gewohnt sind, und das Miteinander leichter werden lässt. I. M. Müller / Doromara, 16.August 2024 | ||
Wieder muss ich dir sagen, dass du einen ganz tollen, bildhaften und doch unkomplizierten Stil anwendest. Man sieht die Bilder geradezu vor sich, ohne dass zu viele Adjektive angewendet worden sind. Das ist ja eine bekannte Schwierigkeit. Super. Mir gefallen vor allem die Gespräche unter diesen ganz speziellen Mädels wie zum Beispiel im Mädels-Treffen Abschnitt. Interessant, als Mann zu erfahren, was so wendige und buspere Mädels/Frauen/Damen so unter sich austauschen. auch die Reise in die Staaten finde ich sehr abwechslungsreich und interessant mit immer wieder tiefgründigen Gesprächen, welche geführt werden. Du kannst wirklich Freude an diesem Werk haben. Wenn ich schreiben würde, du kannst stolz sein darf, weiss ich, dass du das Wort Stolz nicht gerne in deinem eigenen Kontext verwenden würdest. Darfst es aber trotzdem. Silvio Pacozzi, 12.Juni 2024 (nach der Publikation) | ||
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Eindrücklich ist die tiefe und man darf sicher sagen, schon fast pathologische Beziehung zwischen Pat und Sem, bei dem du die Entwicklung wunderschön zeigst, indem Sem schon früh als - sagen wir mal - kommunikativ eher barfüssig eingeführt wird. Eine Kommunikation, die erst nach seinem Flug von der Klippe am Grabstein erwacht und fortan, wie schon zu Lebzeiten, vorwiegend von Pat getragen wird. Beide scheinen überaus intelligent zu sein und in dieser Welt einen eigenen, gezackten Weg zu gehen. Einen Weg, den auch Pat gehen muss, weg von Sem, weg von seinem steinernen Schweigen für immer - um dann zuguter Letzt gerade durch ihre Flucht an Kraft gewonnen - wieder zurückzufinden. Schön übrigens, die Wohnung schlussendlich mit direkter Sichtverbindung zu ihrer Freundin und Sem, lediglich durch einen neu wachsenden Baum optisch aber nicht emotional getrennt. Die Frauengruppe... das kann wohl nur ein weibliches Wesen derart beschreiben. Aufmüpfig, immer auf der Suche, teils mit Eifersüchteleien verziert, belebende Gespräche und so unterschiedliche Charaktere. Das ist genial gelungen. (Sind definitiv knackiger im Kopf als die desperate housewifes...) So wie Sem und Pat quasi eine Klammer in der Geschichte bieten, gelingt dir das auch mit dem gefundenen Geld in der Plastiktüte. Pats eigentliches 'Nichtinteresse' am lediglich pekuniären Wohlstand wird durch den Schluss der Geschichte darin bildhaft unterstrichen; gibt sie doch den Stab in der Stafette an den nächsten Glücks (oder Pech?)vogel weiter. Fast möchte man meinen, sie gibt endlich ihr schweres Los weiter. Dass Pat ihr Geld nicht einfach verprasst, sondern geradezu leidet unter der Verantwortung des Reichtums, stellt sie natürlich auf eine ähnliche Ebene wie die (eigentlich etwas fiese) Fee. Interessant, die Kombination zwischen Liebesgeschichte, Kulturbericht, Freundinnen-Clan und des Märchengedankens via Fee. Das lässt verschiedene Ebenen schillernd miteinander schaukeln. Wie man es von dir kennt, arbeitest du wieder mit einem sauberen, schnörkellosen Stil. Elektrisierende Dialoge, passende innere Monologe. Meine Güte, schreiben kannst du wirklich, wird dir so schnell keiner abluchsen. Die Idee mit den 28 Klonen ist natürlich sehr gewagt - aber warum nicht, ein absolut aktuelles Thema und spannend dargelegt! Auch der Hintergedanke, dass Pat in ihrem Leben soviel erleben, erreichen und bewirken möchte, dass sie sich vervielfältigen muss, ist symptomatisch für diese Frau. Insgesamt habe ich das Buch sehr genossen, habe einiges gelernt und bin beeindruckt von deiner Fantasie, deinem professionellen Handwerk und den klar und pointiert skizzierten Protagonisten. Silvio Pacozzi, Februar 2023 (als Test-Leser) |