Das Projekt ist die betriebsethnologische Studie eines Filmwissenschaftlers, der wie ein Gulliver inmitten seines Stoffes in einem Grossbetrieb an der Entwicklung einer firmeninternen Applikation mitarbeitet. Eine Welt voller Spannungen, die nun eskaliert sind: am Sonntagvormittag wird der Sektionsleiter erschossen in seinem Büro aufgefunden. War es Selbstmord? Also Identität von Opfer und Täter? Auch wenn es die Firma gerne so hätte, führen Gullivers Betrachtungen in tiefere Abgründe. Tagebuchartig führt er durch die Woche nach dem Tod.
Wer, wer nur hatte ein genügend hohes Stresspotential aufgestaut, um den
Mord real zu vollziehen? Dem beinahe faszinierten Erzähler scheint es ein Akt
der Emanzipation gewesen zu sein.
Frage zwei: wie reagiert die Firma auf das Ereignis? Zugeben, dass in ihren
Räumlichkeiten ein Mord stattgefunden hat? Auch, wenn offensichtlich
mehrere Direktionsmitglieder involviert waren, als Opfer, mögliche Täter
und eventuell Mitwisser? Oder nicht-zugeben und auf der Variante Selbstmord
bestehen? Und was macht sie dann mit den Mitwissern?
Soviel sei gesagt: die Firma reagiert auf ihre Weise. Rasch und effizient.
- Blieb ihr eine andere Wahl?
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Das Projekt als Hörbuch, gelesen durch Ralph Vogt, hier bestellen